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Stories     by Isabella in german
   

 

 

Info:

1 Knoten= 1,852 km/Std.
1 nautical mile= 1,852 km
1 land mile= 1,609 km 

  Stories  Aruba

5./6.12.06:  Segeltrip Bonaire - Aruba

6.12. – 16.12. 06:  Aufenthalt in Aruba

 

5./6.12.06:  Segeltrip Bonaire - Aruba (115 nm)

Endlich war es soweit, unsere Reise konnte beginnen; nach wochenlangen, resp. monatelangen intensiven Vorbereitungen, wie Auswechseln eines neuen GPS Chartplotters, ersetzen des vom Blitz getroffenen Radars, Einstellungen und Neuinstallation eines Alarmsystems, Ersetzen einer wärme - und schalldämmenden Isolation im Maschinenraum, Service von beiden Motoren, Stahl polieren, Nähen von Moskitonetzen an den Lucken, Reservationen von Marinas vornehmen, Reiseroute und Visumspflicht abklären, Bootsreinigung, Entrümpeln der unnötigen Dinge und Verstauen der nötigen Dinge. Fertig ist man eigentlich nie, aber man muss sich Prioritäten setzen. Unterwegs ist auch noch Zeit um Unerledigtes in Angriff zu nehmen. 

Mit einem traurigen Auge sagten wir „Bon bini Bonaire“ heisst vom Papiamento ins Deutsche übersetzt „ Auf Wiedersehen Bonaire“, denn es schmerzte, diese kleine, lieb gewonnene Insel und all unsere Freunde zu verlassen. Jedoch blickten wir trotz allem mit einem freudigen Auge der Zukunft entgegen, welche Abenteuer wohl auf uns warten werden?

Um 16.30 Uhr segelten wir mit angenehmen 20 Knoten Ostwind von hinten Richtung Curacao los. Das Meer war ruhig. Nur ab und zu kräuselte sich das Wasser und es bildeten sich weisse Kronen. Hinter uns verschwand Bonaire am Horizont und wir segelten einem herrlichen Sonnenuntergang entgegen.

Die Nacht brach herein, der beinahe Vollmond zeigte sich in leuchtender Pracht und liess die Wasseroberfläche aufglänzen. Bald erreichten wir Curacao. Durch die Ölraffinerie auf dieser Insel herrschte ein reger Tankerschiffsverkehr und Kapitän Tim, der die 1. Nachtwache übernahm, änderte einige Male unseren Kurs. Einfach auf Nummer sicher zu gehen. Nachts lösten wir uns nach 3 Stunden ab, tagsüber hatten wir 4 Stunden Rhythmus. Somit legte ich mich kurz schlafen. Um 0.00 Uhr war ich mit meiner Wache an der Reihe. Der Wind hatte sich abgeschwächt und wir motorsegelten Curacao entlang Richtung Aruba. Meine Wache war absolut nicht langweilig und zum Müde werden, hatte ich keine Zeit. Ich war beschäftigt mit Logbuch schreiben, den Autopiloten überwachen, den Kurs kontrollieren und korrigieren, Waypoints im Chartplotter (Bordcomputer) eingeben und natürlich auf dem Radar und visuell nach Schiffen Ausschau halten. So entging mir nicht, dass ein Tanker auf meiner Steuerbordseite hinter mir war und schnell näher kam. Er überholte unsere Yacht mit bestimmt 25 Knoten. Ich dachte, er wird nach seinem Überholmanöver abwenden und Kurs nach Venezuela einschlagen. Alles kein Problem, wenn da nicht diese riesige Regenwolke auf dem Radar zu sehen wäre. Wie soll ich dieses Schiff noch orten können, wenn ich die Lichter vor lauter Regen nicht mehr sehe und auf dem Radar wäre das Schiff durch diese riesigen Regenschauer auch nicht mehr sichtbar. Ohne zu zögern, weckte ich Tim auf, damit er mir aus meiner ratlosen Situation heraushilft. Mit einer Kurskorrektur war alles wieder unter Kontrolle. Zu meiner Freude ereichte uns der prasselnde Regen nicht.

Ich liess Tim etwas länger schlafen, da ich ihn ja wegen des kleinen Zwischenfalls aufweckte. Um 3.30 Uhr war ich bettreif und wir wechselten unsere Positionen. Schon nach kurzer Zeit fing es nun doch noch an zu regnen. Der Regen prasselte aufs Boot und vorbei war’s mit schlafen. Der arme Tim hält Wache im Regen und ich im wohlig warmen Bett. Doch bald wurde mir auch ungemütlich, denn unsere Yacht bewegte sich auf einmal etwas ungewohnt. Kein Wunder der Wind drehte von einer Sekunde zur anderen. Der Ostwind wurde zum Westwind. Tim managte dies mit seiner jahrelangen Erfahrung hervorragend. Er wendete das Vorsegel ganz alleine und wir setzten unseren Weg nach Aruba fort. Morgens um 6.00 war er ziemlich erschöpft und wir wechselten uns ab. Ich kämpfte mich ziemlich gerädert aus dem Bett, denn ich hatte nicht viel geschlafen. Das Wetter war immer noch regnerisch. Somit begann ich meine Wache mit den Eintragungen ins Logbuch. Bevor ich mich ans Steuerrad setzte, holte ich mir ein Glas Wasser aus der Küche. Ich schaute durch die Fenster in Fahrtrichtung. Durch den wolkenverhängten, regnerischen Himmel war die Morgendämmerung noch recht düster. Ich traute meinen Augen nicht. Aus einer dicken, nebligen Regenwolke tauchte vor mir ein riesiger Tanker auf, der direkt auf uns zusteuerte. Ich rannte nach draussen um zu erkennen, welche Lichterstellung der Tanker hatte. Ich erkannte gleich, dass ich diese Situation nicht alleine meistern konnte und weckte sofort Tim, der sich in Sekundenschnelle  im Cockpit befand und den Kurs blitzartig änderte. In wenigen Minuten kreuzten wir uns mit einem Abstand von vielleicht nicht mal 50 m. Ich bekam einen „Rüffel“ nicht früher reagiert zu haben. Wie konnte ich auch, wenn dieser Riesenkahn, wie ein Geisterschiff, auf einmal aus einer Regenwolke herausfährt. Tim legte sich wieder schlafen und ich setzte meine Wache fort. Endlich hörte es auf zu regnen und die Umrisse von der Insel Aruba waren erkennbar. Ach wie herrlich, unsere Destination war in Sicht. Als wir näher kamen erblickte ich riesige, schlanke Türme, die den Himmel verqualmten. Wir näherten uns der Ölraffinerie im Süden. Kein schöner Anblick.

Schon bald erreichten wir um 9.30 Uhr die luxuriöse Renaissance Marina mitten im Zentrum von Oranjestadt. Sie wird geführt vom hilfsbereitem Marinamanager Sander und der symphatischen XJ, die über alles Bescheid weiss. Jegliche Formalitäten mit Zoll und Einwanderungsbehörde wurden erledigt. Wir erhielten 2 Wochen Aufenthalt.

 

6.12. – 16.12. 06:  Aufenthalt in Aruba

Aruba ist wirklich Genial!

Die Renaissance Marina gehört dem Renaissance Hotelkomplex an. Dadurch steht allen Marinagästen 2 Swimmingpools, 3 Waschgelegenheiten, 2 Fitnesscenter, 1 Sauna, 1 Casino, 1 Kino, 1 Einkaufsgallery, viele Restaurants und sogar eine eigene kleine Insel mit dem herrlichsten, weissen Sandstrand zur Verfügung.

Aruba ist sehr sicher. Kriminalität ist ein Fremdwort. 

Nördlich des Zentrums reihen sich die Luxushotels mit herrlich weissen Sandstränden. Die Insel ist ziemlich flach mit einigen Hügellandschaften und Sanddünen. Im Dezember herrscht Regenzeit, dadurch erscheint die gesamte Insel saftig grün. Viele der unzähligen Kakteen tragen reife Früchte. Durch den angenehmen Wind, der manchmal stark bläst sind 30 Grad gar nicht heiss.

Ab und zu begegnet man wilden Eseln. Belagert wird die kleine Insel jedoch von hunderten bis tausenden von Leguanen.

Einkaufen ist ein absoluter Genuss. Hier gibt's riesige Food Shopping Centers, wie in Amerika oder in der Schweiz mit einer RIIIIIIIIIIIIIESIGEN Auswahl. Kein Vergleich zu Bonaire. Ach welch Pleasure!!! 

Tauchen ist mit Bonaire nicht vergleichbar. Durch die vielen Sandstrände hat es wenig Korallenriffe.

 

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