SV Camissa
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Stories     by Isabella in german
   

 

 

Info:

1 Knoten= 1,852 km/Std.
1 nautical mile= 1,852 km
1 land mile= 1,609 km 

  Stories  Panama

23.12.07 – 15. 1.08: Segeltrip Guatemala – Panama

15.1. - 24.1.08: Aufenthalt in den San Blas, Panama

24./25. 1.2008: Segeltrip San Blas – Colon, Panama

25.1. -13.2.08: Aufenthalt in Colon, Panama

10./11.2.08: Kanaltransit von SV Shiva, Panama

13./14.2.08: Kanaltransit von SV Camissa, Panama

 

23.12.07 – 15. 1.08: Segeltrip Guatemala – Panama  (840 nm)

Wir arbeiteten vor der Abreise Tag und Nacht um Camissa seeklar zu kriegen. Eine Yacht ist wesentlich arbeitsaufwendiger als ein Haus. Täglich, eigentlich stündlich muss verhindert werden, dass sie nicht sinkt und funktionsfähig bleibt. Nebst den üblichen Kontrollen, mussten teilweise Reparaturen von Motoren, Armaturen, Toiletten, Entsalzungsanlage erledigt werden. Die neuen Segel wurden ausgewechselt und angepasst. Ich war zuständig für den Einkauf des gesamten Proviants. Zum Essen vorkochen, das ich normalerweise bevorzuge für Segeltörns, hatte ich keine Zeit. Kochen bei hohem Wellengang ist nicht gerade meine Wellenlänge.

Wir waren spät dran, dass wir wie vorgesehen am 22. Dezember in Panama sein würden. Dies einzuhalten wurde unmöglich, da Tim als Südafrikaner für die Einreise nicht nur ein Visum benötigte, sondern sogar eine Authorization (spezielle Bewilligung) für die man mehr als 1 Monat wartet.

Fronteras - Golfete

Am 23.12.07 war es endlich soweit. Die Waschmaschine in der Marina war noch am laufen, als Tim anfing die Leinen zu lösen und den Motor warm laufen ließ. Nun eilte es aber die Wäsche zu holen. Anscheinend meinte es Tim ernst, dass es ade Rio Dulce hieß. Wir verließen Marmarine Marina bei schönstem Wetter, motorten den Rio Dulce hinunter und ankerten in Texan Bay im Golfete. Dort feierten wir Abschied von einigen Seglern und von unseren Texaner Freunden Mike und Cheryl, die eine gemütliche, kleine Marina mit Restaurant betreiben.

Golfete – Livingston – Roatan

Bei Sonnenaufgang um 6.00 Uhr lifteten wir den Anker und fuhren durch die imposanten Dschungelschluchten den Rio Dulce hinab nach Livingston. Herrlich, die salzige Luft des karibischen Meeres zu erschnuppern. Nachdem die aufwendigen Besuche von Immigration, Harbourmaster, SAT Behörden, nochmals Harbourmaster und Immigration erledigt waren, begaben wir uns auf unsere Weihnachtsfahrt. Uns erwartete ein absolut genialer Motortrip. Das Meer war wie ein Teppich und es herrschte teilweise Windstille. Für uns perfekt, denn unser Weg führte nach Osten und normalerweise bläst es von Osten. Wir erlebten Weihnachten auf eine ganz andere Art. Am Heilig Abend verabschiedete sich die Sonne als leuchtende Kugel. Vor uns präsentierte sich der Vollmond mit seiner ganzen strahlenden Pracht und erhellte uns den Weg in der finsteren Nacht. Welch schönes Weihnachtsgeschenk, als mir um 24.00 Uhr ein einzelner Delfin, während meiner Wache, Gesellschaft leistete. Die Nacht verlief ruhig, nur 2 große Schiffe kreuzten unseren Weg.

Ein beeindruckender Sonnenaufgang ließ die Insel Roatan aus der Ferne sichtbar werden. Wir segelten der Südküste entlang und erreichten bald die Barefoot Cay Marina.

Am 27. Dezember planten wir weiterzusegeln, damit Tim noch den Motorenservice erledigen konnte. Ich kaufte noch einige Lebensmittel und Bootsutensilien ein, die ich in Guatemala nicht bekommen konnte. Unerfreulicherweise wurden wir von einer unvorhergesehenen Schlechtwetterphase überrascht, die uns zwang unsere Weiterreise nach Panama zu verschieben. Das Wetter spielte verrückt und wir waren froh in einer Marina zu sein und uns nicht Sorgen um einen Anker, der nicht hält, zu machen. Es blies uns mit über 30 Knoten (1Knoten=1,852 km/Std.) um die Ohren, tagsüber fiel der Wind zusammen auf 15 Knoten und frischte nachts wieder auf über 30 Knoten und das genau von Osten, wo unser Weg hinführte. Nicht zu vergessen mit einer Strömung von 1,5 Knoten auch von Osten. In der Wettervorhersage war absolut nichts dergleichen zu sehen, nur das uns eine Kaltfront mit bis zu 5 Meter hohen Wellen in 2 Tagen erreichen würde.

In Zeiten moderner Kommunikationsmittel haben sich die Möglichkeiten der Wettervorhersage immer weiter verbessert. Präzise wie nie zuvor erhält man noch an Land oder auch an Bord alle Vorhersagen in graphischer, digitaler und gesprochener Form. Das Einzige, was immer unzuverlässig bleiben wird, ist das Wetter selbst!

Tim nutzte die Zeit und nahm die Wasserentsalzungsmaschine auseinander. Er wollte die Filter  ersetzen, da wir wegen schlechter Werte nur noch auf 2 Membranen Trinkwasser herstellen konnten. Beim Kauf der Filter versicherten die Verkäufer neue O-Ringe sind dabei. Natürlich waren sie nicht dabei und die alten waren unbrauchbar. Resultat: 3 Tagen erfolglose Suche auf der ganzen Insel. Unsere letzte Hoffnung war das Cruisernet. Jeden Morgen finden Cruisernachrichten über Funk statt. Dort kann sich jeder Segler einchecken. Wichtige Infos werden mitgeteilt, die besten Einkaufsmöglichkeiten bekannt gegeben, Wetterbericht wird durchgegeben, Probleme werden besprochen, usw. viel bla bla, aber auch viele nützliche Informationen. Unsere Rettung, ein netter Amerikaner meldete sich  und konnte uns mit den passenden Dichtungs O-Ringen aushelfen.   Die meisten Cruiser sind eine hilfsbereite, große Familie. Man ist immer füreinander da und hilft sich gegenseitig aus. 

Silvester feierten wir in der Barefoot Cay Marina mit einigen anderen Seglern und Hotelgästen mit lokaler Livemusik und einer beeindruckenden Feuershowdarbietung. Das Essen war ganz lobenswert. Eine undefinierbare Vorspeise, dann Salat, Hauptgang war geräucherter Schinken und Rost Beef, Dessert: heiße Bananen mit Eiscreme. Tim war seit 5 Uhr morgens den ganzen Tag mit Bootssicherungen und Bootsarbeiten so beschäftigt, dass er nach 3 Gläsern Rotwein um 23.00 Uhr in den Tiefschlaf fiel. Schön für ihn! So konnte er etwas vorschlafen, denn das Wetter meldete sich lautstark zu Wort. Das neue Jahr startete mit Blitz, Donner, sintflutartigen Regenfällen, bis zu 45 Knoten Wind (83 km / Std.) und 4 - 5 Meter hohe Wellen. Ich hatte noch nie eine solche Kaltfront erlebt. Das Dingi wäre bei soviel Regen beinahe abgesoffen. Am Sonntag planten wir weiterzusegeln. Natürlich nur bei Wetterberuhigung. Ich hoffte, dass ich noch Gemüse und Früchte einkaufen könnte, denn seit 4 Tagen war jeglicher Bootsverkehr vom Festland her gestrichen, infolge zu hohem Wellengang. Das hieß keine Frischprodukte.

Roatan - Guanaja

Nachdem wir erst am Sonntag Früchte und Gemüse einkaufen konnten, stachen wir  am 7.1.08 bei 13 Knoten Wind von Osten wieder in See. Segeln war bei Ostwind nicht angesagt, dadurch motorten wir auf dem unruhigen Meer in 7 Stunden nach Guanaja.

Bei der Ankunft in Guanaja suchten wir zuerst die Dieseltankstelle auf. Wir wollten nochmals voll tanken, just in case. Oh, oh, heute kein Diesel! Ein netter Honduraner zeigte uns eine andere Tankstelle, ohne dafür Trinkgeld zu verlangen!!! Nachdem  unsere beiden 250 l Tanks aufgefüllt waren, ankerten wir in Sandy Bay. Welch freudige Überraschung, als uns der Delfin, der uns letztes Mal schon Gesellschaft leistete, bald nach dem ankern, begrüßte. Er kam bis auf 1 m an Camissa heran, schwamm ums Dingi und verweilte ganz in der Nähe.

Abends besuchten wir das deutsche Ehepaar Karl & Annette, die eine gemütliche Bar mit Restaurant in Sandy Bay führten. Welche Freude, die beiden nach beinahe 1 Jahr wieder zu sehen. Eigentlich hatten sie an unserem Besuchstag ihren freien Tag. Als wir jedoch auftauchten, bekochten sie uns trotzdem mit Schnitzel Pommes Frites. Mmhhh…. schmeckte köstlich! Nach einigen Büchsen Bier und etlichen Gläsern Wein, machten wir uns auf den Heimweg, denn wir wollten am nächsten Morgen früh weitersegeln.

1. Versuch: Guanaja – Isla de Providencia

Um 5.30 weckte mich Tim. Uahhh... diese schrecklichen Kopfschmerzen... Vielleicht 1 Bier zuviel am Vorabend? Und dann die frohe Botschaft; der Computer kann nicht gestartet werden. Dies hieß, kein Wetterfax, kein sailmail. Super Start in den bevorstehenden Trip. Wir entschieden uns trotzdem Anker zu liften und in See zu stechen. Welch ein Fehler…Wir kämpften mit einer unbändigen See, die sich wild aufbäumte. Bei 20 Knoten Ostwind fuhren wir genau in die Wellen hinein. Camissa wurde hoch geworfen und knallte unsanft aufs Meer zurück. Immer und immer wieder… Die Wellen schlugen übers Boot. Es krachte, dröhnte, donnerte und zitterte. Welche Macht Wind und Wellen doch haben. Wir kamen 2 Schritte voran und wurden 1 Schritt zurückgeworfen. Mir ging langsam die Kraft aus mich festzuhalten, so zwängte ich mich hinter die Esszimmerbank. Tim sorgte sich um die Verbindungsstange der beiden Ruder, die  wahrscheinlich beim Trip Cartagena - San Andres verbogen wurde, durch zu raue See und dem schweren Dingi. Durch die hohen Wellen konnten wir das Schlauchboot nicht mehr ins Schlepptau nehmen, sondern wurde am Heck befestigt.  Nach 1 ½ Stunden unermüdlichem Kampf, entschied Tim das 1. Mal in seinem Leben umzukehren. Ich war überglücklich diesem Horrortrip zu entrinnen. Zurück am Ankerplatz brauchte ich zuerst ein Verschnaufpause, denn ich war völlig ko!

2. Versuch: Guanaja – Isla de Providencia

Am anderen Morgen bei 8 Knoten Ostsüdostwind und wesentlich ruhigerem Meer traten wir erneut unsere nächsten 350 nm an. Tim wurde es bei dem angenehmen Wetter bald zu langweilig und er begann zu fischen. Es dauerte keine Stunde und ein ca. einmetriger Wahoo versuchte den Balihuköder mit einem Sprung von mehreren Metern aus dem Wasser von der Angel zu beißen. Er verschlang den Köderfisch und hängte sich selbst an den Haken. Sofort mühte sich Tim ab den energiegeladenen, zornigen Fisch mit der Angelrute einzuholen. Ich verlangsamte die Geschwindigkeit der Yacht und holte alle Utensilien herbei, die Tim brauchte um ihn zu erledigen.

Welch Prachtexemplar, ein Wahoo ist eine wahre Delikatesse. Ich freute mich schon auf unser Dinner. Da ich keinen Platz im Tiefkühler hatte, trocknete Tim den halben Fisch an der Sonne mit verschiedenen Marinaden. Nach 3 Tagen war der sonnengetrocknete Dörrfisch ready to eat. Mhh, eine köstliche, zarte Spezialität, absolut ohne Fischgeschmack. Nun war ich an der Reihe etwas zu fangen. Gesagt, getan! Einige Stunden später zog ich einen gut genährten Thunfisch aus dem Wasser. Toll, wieder einmal Sushimi mit Soja, Ginger und Washabi zu genießen. Nun aber fertig mit fischen. Kein Platz mehr im Kühlschrank.

Ich legte mich im Cockpit schlafen und Tim schob Wache. Was war denn das? Träumte ich oder hörte ich wirklich Vogelgezwitscher? Tatsächlich, ich traute meinen Augen nicht. Ein kleiner Vogel flatterte im Cockpit herum und schaute sich nach einer Schlafgelegenheit um. Wir waren weit entfernt vom Land und die Dämmerung hatte schon eingesetzt. Der arme, kleine Vogel war völlig erschöpft und wurde wahrscheinlich vom Wind fort geblasen. Wir staunten nicht schlecht, als er es sich im Innern des Bootes gemütlich machte. Er störte sich absolut nicht an uns und zeigte auch keine Angst. Ich freute mich, diesen kleinen blinden Passagier an Bord zu haben. Bevor er einschlief, zwitscherte er noch so richtig drauflos. Wahrscheinlich erzählte er seine spannende Geschichte, wie es ihn hierher verschlagen hatte.

Als das Vögelchen am anderen Morgen erwachte, kam es nach draußen ins Cockpit geflogen, drehte eine Runde und verabschiedete sich wieder im Innern. Anscheinend war es ihm viel zu weit um an Land zu fliegen. Ich  dachte mir, unser kleiner Begleiter müsste doch Durst und Hunger haben. So stellte ich ihm Wasser bereit und Tim begann Fliegen zu fangen, die wir noch von Roatan mitführten. Der Kleine trank und aß mit großem Appetit. Dann setzte es sich auf unsere Weihnachtsdekoration und schlief wieder ein. Welche Trauer herrschte auf Camissa, als es einige Stunden später starb.

Als wir Cayos Vivorillo passierten, fiel der Wind völlig zusammen. Wir freuten uns vergeblich mit Ostwind nach Süden zu segeln. Etliche Fischerboote, die ihre Netze im Wasser zogen, zwangen uns einige Male unseren Kurs zu ändern. Es wurde immer ruhiger und unheimlicher, nur das Dröhnen  der beiden Motoren war zu hören. Wir fuhren übers Meer mit 1 - 3 Knoten Wind auf einer spiegelglatten, durchsichtigen Oberfläche. Welch ein bezaubernder Anblick! Die Sonne spiegelte sich in einer sich sanft bewegenden Glasscheibe. Es fühlte sich an, als wenn wir über einen weichen Spiegel fahren würden. Wenn ab und zu ein Hauch über die Wasseroberfläche strich, formten sich feine Rillenmuster. Ich genoss diesen einmaligen, wunderschönen Moment. Auf der Gorda Bank, weit entfernt von der Küste Nicaraguas, sahen wir kein Land, keine Fischerboote, keine Vögel. Es existierten nur das endlose Meer, die heiße Sonne, ein Hauch von Wind, Camissa und Besatzung.

Am nächsten Morgen frischte der Wind auf. Bevor meine 3-stündige Wache um 7.00 Uhr zu Ende war, setzten wir volle Segel. Tim erwartete Frühstück, ich wollte schlafen. Meine Antwort: "Frühstück steht im Kühlschrank, meine Zeit ist um." Ich war so müde! Kein Wunder, denn am Vortag war ich mehr oder weniger den ganzen Tag auf Wache, da Tim arbeitete: Dingi reparieren, Dörrfisch vorbereiten, Trinkwasser aufbereiten.

Kaum 1 Stunde geschlafen, weckte mich Tim. Er wurde langsam nervös, je näher wir der kolumbianischen Insel Providencia kamen. Wir waren seit 24. Dezember nirgends mehr einklariert und er besaß kein kolumbianisches Visum. Dies bereitete mir kein Kopfzerbrechen, denn ich  verhandelte, mit meinem inzwischen noch besseren spanisch, schon vor 1 Jahr mit den netten Behörden. Ich beruhigte Tim, dass ich mit den Behörden schon alles regeln werde.

Nach Ankunft auf Providencia riefen wir den kompetenten Agenten über Funk. Er antwortete sofort und wir vereinbarten einen Termin. Welch freudige Begrüßung. Er erinnerte sich an uns. Er fragte, ob wir diesmal ein gültiges Visum haben. Ich antwortete ehrlich mit nein, denn wir seien nur auf der Durchreise auf dem Weg nach Panama und ob es möglich sei ohne Einklarierung trotzdem Diesel und Proviant einzukaufen. Gemäß Gesetz könnten wir 24 Stunden an Anker bleiben ohne Land zu betreten. Einklarierung war unmöglich, denn Tim benötigte ein Visum. Selbstverständlich war mit einigen US$ und 2 Fischsteaks alles möglich. Ich zweifelte keinen Moment daran. Wir sind schließlich in Kolumbien. Der freundliche Agent diente uns sogar als Bank, die am Samstag geschlossen war. Wir konnten bei ihm mit der Kreditkarte Bargeld beziehen um Diesel und Proviant einzukaufen. Alles war erledigt und eingekauft, nicht zu vergessen den hervorragenden, kolumbianischen Kaffee. Spät abends kochte ich an unserem Ankerplatz ein köstliches Dinner mit dem selbst  gefangenem Thunfisch.

Isla de Providencia – San Blas (Panama)

Nachdem wir bis 7.00 Uhr ausgeschlafen hatten, bereiteten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf unseren letzten 285 Meilen vor.

Eine angenehme Brise von 15 Knoten wehte von Osten und wir setzten volle Segel. Die Wellen waren 4 –5 feet, etwas woblig, aber erträglich. Wir waren in Eile, denn jeden Tag später zeigte die Wettervorhersage höheren Wellengang und Windzunahme. Abends verkleinerten wir das Hauptsegel und segelten mit 1 Ref, denn der Wind frischte auf. Am darauf folgenden Tag wehte es uns mit 22 Knoten von Nordost um die Ohren. Dementsprechend war auch das Meer mit einem Wellengang um 9 feet ziemlich grob. Trotz schwer beladener Camissa segelten wir mit beinahe 8 Knoten viel zu schnell unserem Ziel entgegen. Gemäß Planung sollten wir am anderen Morgen in den San Blas Inseln ankommen. Bei dieser Geschwindigkeit würden wir nachts ankommen. Wir entschieden uns die  Geschwindigkeit nicht herab zusetzen, damit wir erst beim Morgengrauen ankamen. Wir wollten keine Stunde länger als nötig auf dem Meer rumgondeln und bevorzugten in der finsteren Nacht zu ankern. Ich bewunderte Tim, wie er nervenstark mit GPS und Radar zwischen den Inseln durchfuhr. Wir staunten nicht schlecht, als es innerhalb der Inselgruppe San Blas immer noch so wellig war. Anyway wir setzten unseren Weg fort zu den westlichen beiden Inseln von Holandaise Cay. Als wir geschützt hinter den Inseln Richtung Land fuhren, wurde das Meer wesentlich ruhiger. Welch unangenehmes Gefühl, in der stockfinsteren Nacht ohne Mond und Sterne sich Richtung Land zu bewegen. Vor allem, weil in allen Reiseführern geschrieben steht, nur bei gutem Licht zwischen 9.00 und 16.00 Uhr in den San Blas zu navigieren, damit man nicht auf einem der zahlreichen Korallenriffe landet. Endlich entdeckte ich mit meine Lampe das Land und den Palmenbedeckten Sandstrand. Es war extrem schwierig die Entfernung in der Dunkelheit abzuschätzen. Ich hörte die Brandung der Wellen am Riff und Strand aufschlagen. So zündete ich sicherheitshalber mal nach unten. Oh Schreck! Wir waren genau über einem Korallenriff. Nun hieß es aber schnell auf Retourgang zu schalten. Wir zogen es vor im tieferen Wasser von 11 m zu ankern um kein Risiko mehr einzugehen. Um 4.00 Uhr morgens sanken wir erschöpft in einen erholsamen Tiefschlaf.

 

15.1. - 24.1.08: Aufenthalt in den San Blas, Panama

Coco Bandero  Cayos Chichime

Kleine, unbewohnte mit Palmen überwachsene Inseln, weiße Sandstrände und türkisfarbiges Wasser. Solche Paradiese existieren in der Karibik immer noch. In Kuna Yala, den San Blas Inseln in Panama, die aus 365 Inseln bestehen. Auf 40 Inseln leben die 40'000 Kuna Indianer in ihren einfachen Bambushütten. Die Innenausstattung besteht aus einem Holztisch, einigen Stühlen oder Baumstammhökern und Hängematten, die als Schlafgelegenheit dienen. Die restlichen Inseln sind unbewohnt. Strassen gibt es keine, jedoch fliegen kleine Flugzeuge täglich von Panama City nach Porvenir. Die Kunas haben ihre einzigartige Kultur bis heute bewahrt. Jedes Dorf wird vom Dorfhäuptling dem Sahila regiert. Im gesamten Kuna Yala leben 3 Oberhäuptlinge die Cacique Generales. Sie legen dem Gouverneur von Panama die Interessen der Kuna Indianer  vor.
Die kleinen Dörfer weisen nur bescheidene Lebensmittelläden auf. Wir reisten 1 Woche lang von Insel zu Insel um einige dieser herrlichen Paradiese zu besuchen. Delfine begleiteten uns oft bei unseren kurzen Überfahrten.

Kuna women sells her Molas

Glücklicherweise besuchten uns Vegieboote vom Festland bei den bekannten Ankerplätzen, die uns Gemüse und Früchte verkauften. Welche Überraschung, als ein Fischer mit Langusten in seinem Kanu daherpaddelte. Für 4 Langusten bezahlten wir 2 US$. Unglaublich!
Die Kunas leben vom Kokosnussverkauf, der Fischerei und vom Tourismus. Von den Kuna Frauen werden die weltbekannten Molas genäht. Sie bestehen aus mehreren Lagen von verschieden farbigen Stoffen, worauf Stickereien mit geometrischen Mustern, Fischen oder Vögel darauf genäht werden.
Tauchen wurde von der Kuna Regierung verboten. Anscheinend sind etliche unausgebildete Kuna Indianer beim Tauchen nach Fischen und Langusten gestorben, somit wurde es leider im gesamten Kuna Yala verboten.

 

24./25. 1.2008: Segeltrip San Blas – Colon, Panama  (74 nm)

Nachdem wir einige dieser herrlichen Palmeninseln besuchen durften, warteten wir auf ein Wetterfenster, das nicht eintreffen wollte. Der Wetterbericht meldete tägliche Verschlechterung. Dies bedeutete mehr Wind und höherer Wellengang. Somit entschied Tim sofort loszusegeln. Der Himmel war Wolken verhangen, der Wind wehte mit 16 – 20 Knoten von NNE. Das Meer mit bis zu 3 m hohen Wellen wünschte ich mir etwas ruhiger. Glücklicherweise türmten sich die meterhohen Wellen hinter uns auf und schoben Camissa mit einer mega Geschwindigkeit von 9 Knoten vorwärts.

Camissa tanzte Rock’ n Roll. Rauf und runter, einmal rechts einmal links… Ich gebe zu: Das Schunkeln am Karneval genieße ich wesentlich mehr. Wir wählten die Route in Landesnähe, damit wir in den Genuss der Strömung, die nach Westen führte, kamen. Ach wie herrlich, als wir in die Bucht von der hügeligen Insel Isla Linton einliefen und dort für die Nacht ankerten. Der Ankerplatz war bestens vom Wind geschützt nur die Dünung war etwas grob.

Am nächsten Tag segelten wir mit 25 Knoten Wind NNE und 3 - 4 m Wellen weiter Richtung Colon. Bei diesen Bedingungen war es unmöglich Trinkwasser zu filtern.

Je mehr wir uns Colon näherten, kreuzten jene Tanker, Frachter und Containerschiffe unseren Weg. Dann erblickten wir die Sky-line von Colon: Haushohe Verladestationen der Containerschiffe und unzählige war-tende Tanker und Containerschiffe außer- und innerhalb der steinigen Breakwater Abschrankung. Wir segelten in den riesigen Hafen und suchten den Ankerplatz für die Yachten auf, die sich Flats nennt, eine mit gelben Bojen markierte Fläche.

Wir fuhren langsam durch den Yachtensalat und trauten unseren Augen nicht, als vor uns ein gesunkenes Segelschiff bei dem nur noch die oberen 3 m Mast mit Rigging auftauchte. Bekanntlich ist der Ankergrund aus Schlick nicht der Beste. Bei einem Sturm im November 2006 drifteten nicht nur die Segelboote, sondern auch die an Anker liegenden Containerschiffe. Von 18 Yachten hielt der Anker nicht, 3 Frachter strandeten, 2 große Containerschiffe kollidierten. Da wundert es niemanden mehr, wenn bei diesem Chaos ein Segelschiff unterging.

Wir ankerten in Landesnähe, damit der Schwell erträglicher war. Bei 20 Knoten Wind in 11 m tiefem Wasser, ließen wir 70 m Kette im Schlamm versinken. Normalerweise reichen ein Verhältnis 1:5. Wir bevorzugten etwas mehr Kette, damit wir nachts durch driften vom Ankeralarm nicht aufgeweckt würden.

Mit reichlicher Verspätung sind wir endlich Colon eingetroffen, der Ort der Entscheidung! Wird  Camissa an den Kaufinteressenten von Amerika verkauft? Wird Camissa noch durch den Panama Kanal befördert? Werden wir noch einige Inseln mit unseren Schweizer Freunden Rudy & Lilian Zeller und deren Yacht Shiva besegeln? Ist der Pazifik ein Thema? Werde ich zurück in die Schweiz fliegen? Wird Tim nach Südafrika zurückfliegen?

 

25.1. -13.2.08: Aufenthalt in Colon, Panama

Nach dem langen Segeltrip und dem Insel hüpfen freute ich mich, wieder zurück in die Zivilisation zu kehren. Die Freude war von kurzer Dauer. Nach Angabe von Reiseführern und Cruisern bewegt man sich in dieser Stadt besser nur mit dem Taxi fort. Die Kriminalität ist extrem hoch. Wir trafen ein Schweizer Ehepaar, das um die Mittagszeit nur eine kurze Distanz zu Fuss zurücklegen wollte. Sie wurden überfallen, ausgeraubt und spitalreif geschlagen. 

Als wir zum Einkaufen mit dem Taxi durch die Stadt fuhren, verschlug es mir die Sprache. Colon gleicht einer riesigen Müllhalde. Einige Stadtviertel sehen aus, wie wenn letzte Woche eine Bombe eingeschlagen hätte. Viele Häuser sind verfallene Ruinen. Strassen, Wege, Wiesen überall liegt Abfall herum in Hülle und Fülle. Überfälle sind an der Tagesordnung. Die Armut ist erschreckend groß, die Atmosphäre zum Zerreißen gespannt. Es herrscht der tägliche Kampf ums Überleben.

Zu meiner Beruhigung waren die gut bestückten Shoppingcenter mit vielen Securitygards bewacht. Das Sortiment war riesig. Ich konnte mich nicht satt sehen an der Vielzahl der Produkte.

Welch freudiges Wiedersehen bereiteten uns die Schweizer Rudy und Lilian auf deren Segelyacht Shiva, die wir von Bonaire kannten. Nach einem windigen, holperigen, nassen Dinigiritt quer durch den riesigen Hafen von Colon trafen wir sie in der noblen Shelter Bay Marina. Wir wurden zu einem köstlichen Dinner im Marina Restaurant eingeladen und plauderten bis spät in die Nacht hinein. Pläne wurden geschmiedet und Erlebnisse ausgetauscht.  

Nachdem die meisten Segelboote der beiden großen Ralleys rund um die Welt die Shelter Bay Marina verlassen hatten, fand auch Camissa ein ruhiges Plätzchen in der Marina. Ach wie herrlich, wieder einmal in einer Marina zu sein. Kein Anker kann driften, Wasser und Strom auf Knopfdruck, Klimaanlage, Internet, Waschmaschinen stehen zur Verfügung, welch ein Luxus für 40 US$ pro Tag! Die Marina befindet sich außerhalb von Colon in einer ehemaligen amerikanischen Militärbasis. Joggen und Velo fahren im nahe gelegenen Naturpark war richtig erholsam. Eine Strasse führte mitten durch den dichten Dschungel. Die Papageien flogen mir über den Kopf hinweg mit lautem Gekreische, Affenfamilien schwangen von Baum zu Baum, Nasenbären kreuzten meinen Weg und eigenartige Hörnchenarten hüpften herum. Die vielen Geräusche im Dschungel vor allem das laute Geschrei der Brüllaffen war unbeschreiblich und unheimlich.

Rudy und Lilian waren Feuer und Flamme durch den Panama Kanal zu fahren. Es war schon lange Tims Traum mit Camissa dies ebenfalls zu erleben. So beauftragten Rudy und Tim den empfehlenswerten, kompetenten Agenten Tito, den aufwendigen Kanaltansit zu organisieren. Zuerst muss ein Vermessungstermin vereinbart werden. Bei der Bootsvermessung wird geprüft, ob die Yacht den Bestimmungen den Panamakanal zu durchqueren, entspricht. Danach muss für die Kanalpassage für Boote unter 50 Fuss 600 US$ bezahlt werden und eine Kaution von 850 US$ für ev. Beschädigungen hinterlegt werden. Ein Termin wird vereinbart und eine Durchfahrtsbewilligung muss ausgestellt werden. 4 Leinenhändler müssen angeheuert werden. Tito, der Agent organisierte 4 lange Leinen und in Abfallsäcke eingepackte Autoreifen, die als Fender dienten. Nun konnte es losgehen!    

Am 10. Februar erhielt Shiva ihr Date für den Kanaltransit. Die beiden Schweizer Marianne Bremer und Christoph Kühner, dazu noch Tim und ich, waren engagiert als Leinenhändler.

 

10./11.2.08: Kanaltransit von SV Shiva, Panama

Am 10. Februar 2008 fand der grosse Tag für die Schweizer Segelyacht Shiva mit Rudy & Lilian Zeller statt. Um 17.00 Uhr fuhren wir von der Shelter Bay Marina in Colon los. Lilian hatte das Essen vorgekocht für den 2-tägigen Transit. Als wir 4 Leinenhändler, Marianne Bremer & Christoph Kühner von der Segelyacht Shamu, Tim und ich an Bord kamen, standen schon Sandwich und Drinks bereit zur Stärkung für unsere bevorstehende anstrengenden Arbeit. Die 4 Leinen und die Autoreifen, die als Fender dienten waren alle schon von Rudy befestigt. In den Flats, dem Ankerplatz der Segelboote, warteten wir auf unsere Adviser Armando & Santo, die per Pilotboot anzufahren kamen. War gar nicht so einfach bei viel Wind und unruhigem Wellengang von einem Boot aufs andere zu springen. Nun ging die Warterei weiter, bis endlich ein grosser Frachter, der vor uns in die Locks fahren sollte, sich in Bewegung setzte. Bei Dunkelheit fuhren wir los. Welch ein überwältigendes Lichtermeer, das vor uns auftauchte je näher wir uns der 1. Schleuse näherten. Bevor wir in die 1. Schleuse hinein fuhren, warfen uns 4 Männer 4 dünne Leinen zur Shiva runter, an die wir unsere dicken Seile fest knoteten. Die langen dicken Seile wurden hochgezogen und an riesigen Betonblöcken befestigt. Sobald der Frachter, vor uns noch 2 Boote und wir mit Shiva am richtigen Platz standen, begann das Wasser durch riesige Turbinen in die Schleusen zu strömen. Das ruhige Wasser verwandelte sich in einen brodelnden Kochtopf. Die Strömung war gigantisch. Die 4 Leinenhändler versuchten Shiva in der Mitte zu behalten, damit sie ja nicht in Berührung mit den rauen Betonwänden kam. Ich mühte mich mit einem alten, harten, unflexiblen Strick ab. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass dies so harte Arbeit ist. Je höher wir gepumpt wurden, je mehr musste an den störrischen Leinen gezogen werden, die die Tendenz hatten vom Befestigungsklid zu rutschen. Ich war schweissgebadet und am Ende meiner Kräfte. Der hilfsbereite Santo und Christoph kamen mir zu Hilfe. Alle waren sich einig, dass meine Leine wirklich dringend ersetzt werden sollte. 

Wir wurden über 3 Schleusen bis in den Gatung Lake geschleust. Nach einem köstlichen Dinner von Lilian zubereitet, legten wir uns im Cockpit um 1.30 Uhr nieder.  Morgens um 6.00 Uhr war Tagwache. Nach nur wenigen Stunden Schlaf fühlte ich mich völlig gerädert. Ich nippte an einer Tasse Kaffee und war beinahe zu müde um ein Stück Kuchen zu kauen. Kurz vor 8.00 Uhr kam der Adviser an Bord. Erst um 10.00 Uhr ging's los mit der Durchquerung des Gatungsees.

Die Sonne brannte heiss und erbarmungslos auf uns nieder. Am anderen Ende des Sees ging’s ans runter schleusen, das glücklicherweise weniger anstrengend war. Wir hingen wieder an den 4 Leinen und das Wasser wurde abgesogen. Dabei musste man nur langsam Leinen geben. Nach der 1. Schleuse gelangten wir in den Miraflores See. Dort sahen wir das 1.Mal Krokodile. Ich verzichtet gerne auf einen Sprung ins abkühlende Nass. Nach weiteren 2 Schleusen öffnete sich die Pforte des Pazifiks. Jubel und Freude breiteten sich aus und die Strapazen waren schnell vergessen. 

 

13./14.2.08: Kanaltransit von SV Camissa, Panama

Ich bin ja nicht wirklich abergläubisch, aber 13 wird bestimmt nie meine Lieblingszahl. Zum Glück war nicht noch Freitag, sonst wäre bestimmt alles schief gelaufen.

Die Vorbereitungen für den Transit waren in vollem Gange, wie Schlafkabinen für die Leinenhändler Rudy & Lilian Zeller, Marianne Bremer und Christoph Kühner herrichten, Essen vorkochen für die gesamte Crew und den Adviser, der den Transit kontrollierte und Anweisungen an die Crew gab. Alles musste verstaut werden und Camissa wurde seeklar gemacht. Ausgerechnet heute war Streik in Panama City angesagt. Die Bauarbeiter verlangten mehr Sicherheit auf den Baustellen. 15 Personen stürzten letztes Jahr in den Tod, weil Gerüste und Netze bei Hochhäusern mit mehr als 20 Stockwerken fehlten. Der Streik verlief nicht ganz harmlos und es führte zu Krawallen zwischen den Streikenden und der Polizei. Dabei erschoss die Polizei einen Zivilisten. Daraufhin gab's erst recht Ärger. Strassenbarrikaden wurden aufgestellt und die Situation war schwierig zu überblicken. Uns betrafen diese Unruhen insofern, dass wir auf unsere Leinenhändler, die von Panama City anreisten, warteten. Dazu kam noch, dass Tito unser Agent mit einem verspäteten Bootstransit unterwegs war und unsere Reifen mit den 4 langen Leinen nicht wie vereinbart um 12.00 Uhr liefern konnte. Wir hofften, dass unser Transittermin durch die Unruhen verschoben würde, denn die Strasse Panama - Colon war gesperrt. Nach telefonischer Abklärung wurde uns mitgeteilt, dass alle Transit's nach Plan durchgeführt werden. Wir hätten uns um 16.00 Uhr in den Flats aufzuhalten, damit wir den Adviser an Bord nehmen konnten. Glücklicherweise gelang es unseren Leinenhändlern durch eine Umfahrung mit Bus und Taxi doch noch rechtzeitig in der Shelter Bay Marina einzutreffen. Sogar die Reifen und Leinen trafen noch in letzter Minute ein. Nun konnte es losgehen. Als wir unseren Adviser Francesco an Bord nahmen, wurde uns mitgeteilt dass wir mit einem 40 Fuss Katamaran ein Päckchen bilden müssten, weil nachts manchmal nicht genügend Wurfleinenhändler an den Schleusen vorhanden sind. Tim, als erfahrener Berufskapitän, übernahm das Kommando und steuerte beide Katamarane. Francesco, der Adviser und Tim am Steuer managten die Schleusen so perfekt, dass die Leinenhändler einen richtigen Schockijob geniessen durften. Völliger Gegensatz zur harten Arbeit auf Shiva. Anscheinend ist ein Monohol viel schwieriger zu manövrieren. Alles lief perfekt ab nach dem gleichen Schema wie bei Shiva und nach 3 Schleusen befanden wir uns im Gatung Lake, wo wir nach einem stärkenden Nachtessen an einer Boje übernachteten. Niemand stellte diesmal den Wecker um 6.00 Uhr, da die Adviser ja meistens zu spät kommen. Um 7.00 Uhr wurden wir durch lautes Hupen des Pilotbootes geweckt. Der nette Adviser hatte völlig Verständnis für unser Verschlafen, denn er war auch noch nicht wirklich munter. Gemütlich fuhren wir mal schneller mal langsamer je nach Anweisung durch den See und runter ging's ebenfalls ohne Zwischenfälle.

Im Pazifik angekommen war mir gar nicht richtig ums feiern. Ich war total übermüdet und erschöpft. Ich sehnte mich nach einem erholsamen Schlaf. Aber zuerst kam die Pflicht und dann die Erholung! Ich bereitete dem tollen Team ein feines Mittagessen vor und wir feierten mit Champagner. Danach brachte Tim unsere Freunde an Land und ich verzog mich in meine Kabine. Endlich... nach 5 Tagen nur total 4 Stunden in einem Bett übernachtet, fiel ich wie in eine tiefe Bewusstlosigkeit für die nächsten 18 Stunden.

Siehe Fotos unter:  http://www.sailcamissa.com/panama.htm

 

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